MathematikLehrplan Baden-Württemberg · Gymnasium

Mathematik – Jahrgangsstufe 12/13

Kursstufe (Klassen 12/13), derselbe Inhalt steht auch bei Klasse 13. Leistungsfach (3.5, Überschriften mit „(nur Leistungsfach)“) und Basisfach (3.6, „(Basisfach)“) stehen in diesem einen Eintrag.

Lernbereich 3.5.1Leitidee Zahl – Variable – Operation (nur Leistungsfach)

Näherungsverfahren für e und für Nullstellen, Produkt- und Kettenregel, Integrationsregeln und uneigentliche Integrale. Skalar- und Vektorprodukt sowie das Gaußverfahren für lineare Gleichungssysteme.

3.5.1 (1)–(2)Zahlenwerte approximieren

Die eulersche Zahl näherungsweise bestimmen und ein Iterationsverfahren für Nullstellen begründen und durchführen.

3.5.1 (3)–(4)weitere Ableitungsregeln anwenden

Produkt- und Kettenregel anwenden, auch für einfache gebrochenrationale Funktionen.

Hierfür ist keine eigene Simulation geplant.

3.5.1 (5)–(8)Integrationsregeln verwenden und Integrale berechnen

Stammfunktionen mit Potenz-, Faktor- und Summenregel und linearer Substitution bestimmen, bestimmte Integrale mit dem Hauptsatz berechnen und uneigentliche Integrale untersuchen.

3.5.1 (9)–(10)Produkte von Vektoren bilden

Skalarprodukt und Vektorprodukt berechnen, geometrisch deuten und nutzen.

3.5.1 (11)–(13)Gauß-Algorithmus verwenden

Das Gaußverfahren als Algorithmus erläutern, auch in Matrixschreibweise durchführen und die Lösungsmenge eines 3×3-Systems geometrisch deuten.

Lernbereich 3.5.2Leitidee Messen (nur Leistungsfach)

Winkel, Abstände (auch zwischen windschiefen Geraden) und Flächen mit Skalar- und Vektorprodukt. Das Integral für Flächen, Mittelwerte und Rotationsvolumen.

3.5.2 (1)–(6)Winkelweiten, Abstände und Flächeninhalte in kartesischen Koordinatensystemen berechnen

Orthogonalität und Winkel mit dem Skalarprodukt, Schnittwinkel von Geraden und Ebenen, Abstände mit der Hesse’schen Normalenform und zwischen windschiefen Geraden sowie Flächen mit dem Vektorprodukt.

3.5.2 (7)–(10)das Integral nutzen

Das Integral als Grenzwert von Summen deuten, Mittelwerte von Funktionen, Flächen zwischen Graphen und Volumen von Rotationskörpern berechnen.

Lernbereich 3.5.3Leitidee Raum und Form (nur Leistungsfach)

Ebenen in Parameter-, Koordinaten- und Normalenform und Lagebeziehungen im Raum. Spiegelungen, Bewegungen und Beweise mit Vektoren.

3.5.3 (1)–(2)Produkte von Vektoren geometrisch nutzen

Skalar- und Vektorprodukt geometrisch deuten und einen Vektor senkrecht zu zwei gegebenen bestimmen.

3.5.3 (3)–(7)vektorielle Darstellungen zur Beschreibung des Anschauungsraumes verwenden

Ebenen mit Spurgeraden darstellen, in drei Formen beschreiben und umrechnen, Lagebeziehungen und Schnittgebilde bestimmen sowie Spiegelungen, Abstände, Flächen, Volumen und geradlinige Bewegungen bearbeiten.

3.5.3 (8)vektorielle Darstellungen beim Beweisen nutzen

Einfache geometrische Sätze mit Vektoren beweisen.

Hierfür ist keine eigene Simulation geplant.

Lernbereich 3.5.4Leitidee Funktionaler Zusammenhang (nur Leistungsfach)

Natürliche Exponential- und Logarithmusfunktion, Umkehrfunktionen und zusammengesetzte Funktionen; Extremwertprobleme, Steckbriefaufgaben und Funktionenscharen. Integral, Hauptsatz und Rekonstruktion von Beständen.

3.5.4 (1)–(5)mit der natürlichen Exponential- und Logarithmusfunktion umgehen

Die Rolle der Basis e erklären, Graphen von eˣ und ln x als Umkehrfunktionen skizzieren und ihre Ableitungen und eine Stammfunktion von eˣ angeben.

3.5.4 (6)–(8)mit Umkehrfunktionen arbeiten

Definitions- und Wertemengen bestimmen, Umkehrbarkeit über strenge Monotonie nachweisen und Terme von Umkehrfunktionen aufstellen.

3.5.4 (9)–(11)mit zusammengesetzten Funktionen umgehen

Verkettungen bilden und erkennen, Quotienten bekannter Funktionen auf Asymptoten und Nullstellen untersuchen und Summen, Produkte und Verkettungen analysieren.

3.5.4 (12)–(14)Differentialrechnung anwenden

Extremwertprobleme mit Nebenbedingungen lösen, Funktionsterme aus Eigenschaften ermitteln und Funktionenscharen untersuchen.

3.5.4 (15)–(22)die Grundidee der Integralrechnung verstehen und mit Integralen umgehen

Das Integral als orientierte Fläche und Bestandsänderung deuten, Bestände aus Änderungsraten rekonstruieren, Hauptsatz, Integral- und Stammfunktion unterscheiden und nutzen sowie grafisch zwischen Funktion und Stammfunktion schließen.

Lernbereich 3.5.5Leitidee Daten und Zufall (nur Leistungsfach)

Ein- und zweiseitige Hypothesentests bei binomialverteilten Zufallsgrößen mit Fehlern erster und zweiter Art. Normalverteilung als stetige Verteilung.

3.5.5 (1)–(7)Hypothesen bei binomialverteilten Zufallsgrößen testen

Die Logik des Testens erklären, Nullhypothesen formulieren, Ablehnungsbereich und Irrtumswahrscheinlichkeit bestimmen und darstellen sowie Fehler erster und zweiter Art und den Einfluss des Stichprobenumfangs erläutern.

3.5.5 (8)–(10)mit Normalverteilungen umgehen

Diskrete und stetige Zufallsgrößen unterscheiden, die Dichtefunktion mit Erwartungswert und Standardabweichung angeben und Wahrscheinlichkeiten bei annähernd normalverteilten Größen berechnen.

Lernbereich 3.6.1Leitidee Zahl – Variable – Operation (Basisfach)

Natürlicher Logarithmus, Produktregel und Kettenregel mit linearer innerer Funktion, Integrationsregeln. Skalar- und Vektorprodukt und das Gaußverfahren ohne Parameter.

3.6.1 (1)den natürlichen Logarithmus nutzen

Exponentialgleichungen mit dem natürlichen Logarithmus lösen.

3.6.1 (2)–(3)weitere Ableitungsregeln anwenden

Produktregel und Kettenregel (mit linearer innerer Funktion) anwenden.

Hierfür ist keine eigene Simulation geplant.

3.6.1 (4)–(6)Integrationsregeln verwenden und Integrale berechnen

Stammfunktionen mit den Grundregeln und linearer Substitution bestimmen und bestimmte Integrale mit dem Hauptsatz berechnen.

3.6.1 (7)–(8)Produkte von Vektoren bilden

Skalarprodukt und Vektorprodukt berechnen und bei Berechnungen nutzen.

3.6.1 (9)–(10)lineare Gleichungssysteme untersuchen

Das Gaußverfahren bis zur Stufenform anwenden und die Lösungsvielfalt angeben.

Hierfür ist keine eigene Simulation geplant.

Lernbereich 3.6.2Leitidee Messen (Basisfach)

Winkel, Abstand Punkt–Ebene und Flächen mit Skalar- und Vektorprodukt. Das Integral zur Flächenberechnung.

3.6.2 (1)–(5)Winkelweiten, Abstände und Flächeninhalte in kartesischen Koordinatensystemen berechnen

Orthogonalität und Winkel mit dem Skalarprodukt prüfen, Schnittwinkel und den Abstand eines Punktes von einer Ebene bestimmen sowie Flächen mit dem Vektorprodukt berechnen.

3.6.2 (6)–(7)das Integral nutzen

Das Integral anschaulich als Grenzprozess beschreiben und Flächen zwischen Graph und x-Achse sowie zwischen zwei Graphen bestimmen.

Lernbereich 3.6.3Leitidee Raum und Form (Basisfach)

Ebenen in Parameter- und Koordinatenform und Lagebeziehungen von Gerade und Ebene sowie zweier Ebenen. Anwendungen wie Spiegelungen und geradlinige Bewegungen.

3.6.3 (1)–(2)Produkte von Vektoren geometrisch nutzen

Skalar- und Vektorprodukt geometrisch deuten und einen gemeinsamen senkrechten Vektor bestimmen.

3.6.3 (3)–(8)vektorielle Darstellungen zur Beschreibung des Anschauungsraumes verwenden

Ebenen mit Spurgeraden darstellen, in Parameter- und Koordinatenform beschreiben, Lage von Gerade und Ebene sowie zweier Ebenen untersuchen und Anwendungsaufgaben lösen.

Lernbereich 3.6.4Leitidee Funktionaler Zusammenhang (Basisfach)

Natürliche Exponentialfunktion und einfache zusammengesetzte Funktionen; Extremwerte in Sachzusammenhängen und Funktionsbestimmung. Integral als Fläche und Bestandsänderung, Hauptsatz.

3.6.4 (1)–(3)mit der natürlichen Exponentialfunktion umgehen

Die besondere Basis e beschreiben, den Graphen von eˣ mit Asymptote skizzieren und Ableitung und Stammfunktion angeben.

3.6.4 (4)–(5)mit zusammengesetzten Funktionen umgehen

Verkettungen mit linearer innerer Funktion erkennen und Summen, Produkte und solche Verkettungen untersuchen.

3.6.4 (6)–(7)Differentialrechnung anwenden

Extremwerte in Sachzusammenhängen bestimmen und eindeutig festgelegte Funktionsterme ermitteln.

3.6.4 (8)–(13)die Grundidee der Integralrechnung verstehen und mit Integralen umgehen

Das Integral als orientierte Fläche und Bestandsänderung deuten, Bestände rekonstruieren, den Hauptsatz anwenden und grafisch zwischen Funktion und Stammfunktion schließen.

Lernbereich 3.6.5Leitidee Daten und Zufall (Basisfach)

Von der Binomialverteilung zur Normalverteilung: diskrete und stetige Zufallsgrößen und die Glockenkurve.

3.6.5 (1)–(3)mit Normalverteilungen umgehen

Diskrete und stetige Zufallsgrößen unterscheiden, den Einfluss von Erwartungswert und Standardabweichung auf die Glockenkurve beschreiben und Wahrscheinlichkeiten berechnen.

Die Kurzbeschreibungen fassen den Lehrplan in eigenen Worten zusammen. Verbindlich ist der Originaltext. Originaltext: Bildungsplan, Gymnasium, Mathematik, Jahrgangsstufe 12/13